Das Berlin ansässige Fintech-Unternehmen Vivid hat sich seit Mitte 2020 einen Namen gemacht. Ursprünglich konzentrierte es sich auf Privatkunden mit innovativen Banking-Lösungen, unterstützt von Kunden-werben-Kunden-Aktionen und attraktiven Cashback-Angeboten.
Eine spannende Entwicklung für Freelancer und Selbstständige: Die Banking-App von Vivid wird in Kürze auch für diesen Kundenkreis verfügbar sein. Dies bedeutet, dass sie bald in der Lage sein werden, alle ihre geschäftlichen und privaten Finanzen mit nur einer App zu koordinieren und zu verwalten. Ein bedeutender Fortschritt im Bereich des modernen Bankings.
Klar definierte Zielgruppe mit Fokus auf Mehrwert
Die Vivid-Business-Konten stehen allen in Deutschland ansässigen Kunden zur Verfügung, welche neben- oder hauptberuflich eine selbstständige Tätigkeit ausüben. Gesellschaftsformen, wie eine UG oder GmbH, können von dem neuen Angebot nicht profitieren.
Die Motivation zur Erweiterung des Dienstleistungsangebots begründet sich in der Tatsache, dass zunehmend mehr Deutsche neben ihrer Festanstellung einem Zweitjob nachgehen. Rund ein Drittel davon sind selbstständig tätig.
In einer offiziellen Mitteilung von Vivid heißt es hierzu, dass der schwierige Weg in die Selbstständigkeit vereinfacht werden solle. Finanzen sollten vor diesem Hintergrund so einfach wie möglich verwaltet werden können, so Head of Product Daniel Ibrahim.
Vivid setzt auf beliebte Pocket-Struktur
Unterkonto mit einer jeweils eigenen IBAN (Pocket-Struktur) gelten hierzulande als überaus beliebt. Deswegen haben sich die Verantwortlichen bei Vivid dazu entschlossen, dieses Modell auch für den Business-Bereich zur Verfügung zu stellen. Sowohl Selbstständige als auch Freelancer können in bis zu 15 kostenlos nutzbaren „Business-Pockets“ ihre Einnahmen sowie Ausgaben verwalten.
Innerhalb der App ist es jedem Kunden jederzeit und ohne Einschränkung möglich, private und geschäftliche Finanzen im Blick zu behalten und bei Bedarf etwaige Beträge von einem Konto auf das andere zu übertragen.
Kosten für Anschaffungen lassen problemlos über ein Vivid-Business-Konto begleichen. Während für den Nutzer letztlich dieselbe Plattform bzw. App zum Einsatz kommen mag, erfolgt hinter den Kulissen eine strikte Trennung von Privat- und Geschäftskonten.
Neue Business-Konten in Zeiten eines schwierigen Marktumfeldes
Objektive Finanzanalysten und Vivid selbst können zum aktuellen Zeitpunkt nicht mit Sicherheit sagen, ob das Berliner Start-up durch die Erweiterung des Produktportfolios dauerhaft neue Kunden an sich binden kann.
Gerade in jüngster Vergangenheit hat sich gezeigt, dass vergleichbare Anbieter auf dem Markt ihre Angebote wieder eingestellt oder durch die Erhebung von Gebühren auf die Veränderungen im Business-Bereich rasch reagiert haben.
Zudem scheint die Zusammenarbeit mit Partnern, wie Inkasso- oder Buchhaltungsunternehmen weitaus schwieriger zu sein, als zunächst erhofft/angenommen.
Grundsätzlich haben die neuen Firmenkonten von Vivid das Potenzial zum Erfolg, wenn sich kooperierende Partnerunternehmen gleichermaßen dazu bereit erklären, das Investment in den ersten Wochen und Monaten mitzutragen.
Gelingt es Vivid wiederum, auf Basis der Cashback-orientierten Herangehensweise einen soliden Kundenstamm aufzubauen, dürften weitere Erfolgsmarken bereits in naher Zukunft erreicht werden dürfen.
Vivid selbst verfolgt hierbei ein strategisches Ziel, welches sich in Form von nur einer App und dem damit einhergehenden geringeren Entwicklungsaufwand zeigt. Die überschüssigen Technik- und Personalressourcen lassen sich daraufhin in nützliche Features, wie die Entwicklung einer DATEV-Schnittstelle oder Unterstützende Tools zur Rechnungserstellung, investieren.
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